Traumrevier dänische Südsee: Von einem Glücksmoment zum nächsten schippern

Naturhafen Agernæs

Route: Flensburg – Langballigau – Gelting – Sønderborg – Dyvig – Årø – Assens – Agernæs – Lyø – Fåborg – Fjællebroen – Avernakø – Skarø – Svendborg – Drejø – Ærøskøbing – Marstal – Maasholm – Kappeln – Arnis

Begleite uns auf unserem 3-wöchigen Segeltörn auf der Ostsee, von der Flensburger Förde, durch die dänische Südsee bis zur Schlei.

Ich blicke der Reise voller Vorfreude entgegen, aber auch mit gemischten Gefühlen. Dänische Südsee. Allein schon der Name weckt Sehnsucht und macht Lust, diesen südlichen Teil Dänemarks mit dem Segelboot zu erkunden. Das Revier ist nur wenig größer als 40 Seemeilen, bietet aber mit über 55 wunderschönen Inseln und meist guten Windverhältnissen alles, was das Seglerherz begehrt.

Bei Dänemark denke ich an wunderschöne Natur, Ruhe und Abgeschiedenheit. Aber automatisch habe ich auch Bilder von Wind, Regenjacken, Gummistiefel, Norwegerpullover und Dauer-Frieren im Kopf.  

Ein Blick auf die Klimatabelle zeigt mir, dass ich so ganz falsch nicht liege. Die Sommer in Dänemark sind kühl bis mäßig warm. So werden von Juni bis August im Mittel Höchsttemperaturen von gerade mal 19 bis 21 Grad erreicht. Auweia – meine Wohlfühltemperatur liegt bei 28,2 Grad. Nix mit lauen Sommernächten. Kleiner Trost: Der meiste Niederschlag fällt von Oktober bis Januar. Das lässt hoffen. Ich bin vorsichtig optimistisch, dass das Ölzeug während unseres 3-wöchigen Segeltörns durch die Dänische Südsee in der hintersten Ecke des Bootes verstaut bleiben kann.

Unser Abreisetermin, der 18. August 2022, rückt näher und die Koffer müssen so langsam gepackt werden. Ein Blick auf die Wetter App lässt mich laut jubeln. Für die nächsten 7 Tage sind Sonne, mäßiger Wind und Temperaturen von bis zu 27° angesagt. Läuft doch! Ich bin mutig und lasse die Winterjacke im Schrank. Stattdessen wandern Sommersachen und Flipflops, die Segeljacke, Sneaker sowie ein paar dickere Pullover und Hosen für kühlere Tage ins Gepäck.

Wir wollten eigentlich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag losfahren. Bestimmt kennt ihr das auch. Vor einer Reise kann man vor Aufregung einfach nicht einschlafen. Da wir nicht zur Ruhe kommen, machen wir uns schließlich freudestrahlend und mit einem Kribbeln im Bauch bereits gegen 22 Uhr auf den Weg in den hohen Norden…

Flensburg – Bier, Rum und jede Menge Schuhe

Wir kommen gut durch und haben teilweise die Autobahn für uns ganz alleine. Nachts um 3 Uhr stehen wir dann mit unserem Gespann vor dem Kran im Flensburger Hafen Sonwik. Der Termin zum Einkranen ist erst in sieben Stunden. Gut, dass wir unser Bett dabei haben. Müde, aber glücklich und voller Erwartungen, was uns in den nächsten 3 Wochen erwartet, klettern wir in unser Boot und kuscheln uns in die gemütliche, frisch bezogene Koje.

Warten auf das Einkranen

Am nächsten Morgen fällt uns als Erstes die unglaubliche Freundlichkeit der Menschen hier auf. Jeder, dem wir begegnen, ruft uns ein geradezu überschwengliches „Moin“ zu. Da behaupte nochmal jemand, die Norddeutschen seien kühl und zurückhaltend!

Das Büro des Hafenmeisters mit Blick über die gesamte Marina

Dann machen wir erstmal einen Rundgang durch die schöne und moderne 4-Sterne-Marina und bewundern die vielen Traum-Yachten, die fast alle deutlich größer sind, als unsere treibende Telefonzelle, wie mein Mann unsere kleine gelbe Neptun 22 liebevoll nennt.

Das kleinste Segelboot im Hafen, aber ein Hingucker: Unsere Neptun 22
Wir lieben es, uns die schönen Yachten in den Häfen anzuschauen

Der exklusive Yachthafen mit Segel­macherei und Service­betrieben liegt am Ostufer im ehemaligen Marine­stützpunkt Mürwik und bietet über 370 Liege­plätze auf über fünf Metern Wassertiefe. Die zum Teil noch aus der Kaiserzeit stammenden Marine­gebäude entlang der Fördepromenade stehen heute unter Denkmal­schutz. In den schmucken roten Backsteinhäusern befinden sich Büros, Geschäfte, Restaurants und Eigentums­wohnungen.

Besonders gut gefallen uns die modernen Wasserhäuser mit Privatstegen auf den Außenmolen des Hafens, mit einzigartigem Blick auf die Flensburger Förde. Wie schön wäre es, dort eine Wohnung zu besitzen mit dem eigenen Boot vor der Haustür…

Die 2004 gebauten Wasserhäuser haben teilweise einen privaten Anleger

Schon ist der sympathische und gut gelaunte Hafenmeister zur Stelle, der uns einen frisch gebrühten Kaffee in Aussicht stellt und unser Boot in null Komma nix ins Wasser befördert. Auf den Kaffee warten wir zwar vergeblich, aber der Wille zählt.

Die nächsten Stunden sind wir mit Mast stellen und Segel anschlagen beschäftigt. Dann manövrieren wir unser Bötchen in die uns zugewiesene Box, in der wir bis morgen liegenbleiben.

Unser Liegeplatz in der Marina Sonwik

Stadtrundgang

Jetzt möchte ich gerne die Zeit nutzen und durch die schöne Flensburger Altstadt bummeln. Wir schlendern am Ufer des Stadthafens entlang, vorbei an verschiedenen Cafés und Restaurants und einer chilligen Strandbar, um schließlich in Deutschlands schönster Fischbude, wie Gosch sich selbst nennt, einzukehren.

Da Kaffeezeit ist, gönnen wir uns in dem originell und maritim eingerichteten Restaurant der bekannten Sylter Kette, ein Stückchen Pflaumenkuchen.

Deutschlands beliebtesten Fischimbiss findet man auch in Flensburg
Gosch kann nicht nur Fisch, sondern auch leckeren Kuchen

Frisch gestärkt spazieren wir am Hafen entlang weiter in Richtung City. Dabei bewundern wir im Vorbeigehen die vielen beeindruckenden historischen Schiffe im Museumshafen. Von hier aus hat man auch einen tollen Blick auf das Ostufer und die alles überragende St. Jürgen Kirche.

Hier am Hafen befindet sich auch das Schifffahrts- und Rum-Museum. Der Besuch soll sehr lohnenswert sein. Das berühmte Flensburger Pilsener Bier – umgangssprachlich Flens genannt – kennt so ziemlich jeder. Was viele aber nicht wissen: In Deutschland gilt Flensburg als Rum-Hauptstadt. Dort gab es einmal über 200 Rumhäuser. Die Hafenstadt war im 18. Jahrhundert einer der bedeutendsten Handelshäfen für die Schiffe der Dänisch-Westindien-Flotte, dessen Ziel ursprünglich die Jungferninseln in der Karibik und die ehemals dänisch-westindischen Inseln St. Croix, St. Thomas und St. John waren. Gebrannt wurde der Rum in der Karibik und die Flensburger Rumfabrikanten verschnitten und veredelten das Getränk. Durch die Lagerung in Holzfässern bekam der Rum schließlich seine bräunliche Farbe. Im Zweiten Weltkrieg brach die Produktion fast völlig zusammen. Heute gibt es nur noch zwei Rumhäuser, in denen man den Rum verkosten und kaufen kann.

Da wir Hündin Luna nicht unbeaufsichtigt draußen lassen wollen, verzichten wir auf den Museumsbesuch und setzen unseren Spaziergang fort. Jetzt sind es nur noch wenige Schritte bis zu meinem eigentlichen Ziel, dem Oluf-Samson-Gang.

Oluf-Samson-Gang: Ein Must-see für jeden Flensburg Besucher

Die ehemalige Flensburger Liebesgasse ist eine schmale, abschüssige Straße in der nördlichen Altstadt und führt von der Norderstraße zum Flensburger Hafen hinunter. Die schmale Kopfsteinpflaster-Gasse wird von kleinen bunten, leicht schiefen Häusern mit niedrigen Fenstern, hübschen Giebelchen und kleinen Fensterläden gesäumt. Diese Häuschen wurden zwischen 1591 und 1615 von dem Reeder und Kaufmann Oleff Sambsö, dem das Gelände damals gehörte, gebaut und hauptsächlich von Arbeitern bewohnt. Alte Straßenlaternen, Efeuranken, üppig blühende Rosensträucher und der Blick auf die Förde runden das romantische Bild ab. Kaum zu glauben, dass es in dieser malerischen Gasse einmal hoch her ging.

Im Zuge der Wirtschaftskrise um 1929 entwickelte sich die pittoreske Straße zu einer Bordellmeile. Bis in die 1970er Jahre war der Oluf-Samson-Gang und einige seiner Nebenstraßen ein Vergnügungsviertel und zugleich die bekannteste Bordellstraße zwischen der Hamburger Reeperbahn und der Kopenhagener Istedgade. Erst 2015 zog die letzte Prostituierte aus der Gasse aus.

Heute gehört ein Bummel durch die ehemalige Bordellgasse zum Pflichtprogramm eines jeden Flensburg Besuchers. Mit seinen schmalen Fischerhäusern mit ihren kleinen Sprossenfenstern, den verzierten Türen und den vielen Blumenranken zählt der Oluf-Samson-Gang zu den hübschesten Gassen in Flensburg und zu den schönsten Alststadtstraßen in Norddeutschland.

Die Norderstraße in Flensburg gehört zu einer der 18 verrücktesten Straßen der Welt

Während wir weiter durch die Straßen der Altstadt laufen, wundern wir uns über die vielen Schuhe, die immer wieder in luftiger Höhe über unseren Köpfen baumeln. Zu Hunderten hängen sie an Fahrdrähten der ehemaligen Straßenbahn. Wie es dazu kam, kann anscheinend niemand genau sagen.

Irgendwann einmal soll sich ein Flensburger Geschäftsmann auf einer Bürgerversammlung erkundigt haben, wer die Haftpflicht für die baumelnden Schuhe übernehme. Da sich weder die Stadt, noch die jeweiligen Hauseigentümer verantwortlich fühlten, erklärte sich glücklicherweise ein ortsansässiger Versicherungsmakler bereit, das Risiko der hängenden Schuhe zu versichern.

An was man nicht alles denken muss!

Weshalb in Flensburg Schuhe über der Straße hängen ist bis heute unklar

Obwohl man bis heute nicht weiß, was es mit den Schuhen auf sich hat, lässt man sie einfach hängen. Wahrscheinlich, weil sie mittlerweile zu einem Wahrzeichen von Flensburg geworden sind.

Die Altstadt beherbergt eine Reihe von Restaurants mit internationaler Küche, Szeneläden und Künstlerateliers

Wir schlendern weiter entlang der Norderstraße mit ihren schönen Geschäften, Restaurants, Cafés und der St. Marienkirche. Die größtenteils mit Kopfsteinpflaster belegte Straße gilt als multikulturelles Szeneviertel Flensburgs. Übrigens kürte das New Yorker Reisemagazin Travel + Leisure die Norderstraße wegen der hängenden Schuhe zu einer der 18 verrücktesten Straßen der Welt.

Die Sankt-Marien-Kirche ist eine der Hauptkirchen der Stadt Flensburg
Die Nähe zu Dänemark ist überall in der Stadt zu spüren
Die hübsche Altstadt wurde im zweiten Weltkrieg kaum zerstört

So langsam werden wir müde und kehren zurück in die Marina Sonwik, wo unser Boot auf uns wartet.

Wir freuen uns auf unsere erste Nacht auf dem Wasser

An unserem ersten Urlaubstag wollen wir uns feierlich mit einem leckeren Essen belohnen. Leider ist der Italiener direkt am Hafen mit Blick aufs Wasser komplett ausgebucht. Aber beim Spanier gegenüber finden wir mit etwas Wartezeit noch ein Plätzchen.

Zwar nicht typisch norddeutsch, aber trotzdem lecker: Spanische Tapas

Nach dem Essen haben wir noch Lust auf einen kleinen Ausflug und unternehmen eine Sonnenuntergangsfahrt in Richtung Flensburg City. Es ist ein unvergessliches Erlebnis, im Dunkeln die beleuchtete Flensburger Skyline vom Wasser aus zu bewundern.

Flensburg by night

Zurück in unserem Hafen, checken wir noch kurz die Wetterdaten für morgen und fallen dann erschöpft und zufrieden ins Bett. In aller Herrgottsfrühe wacht Stefan mit Hummeln im Hintern auf und wieselt geschäftig auf dem Boot herum, so dass auch Hündin Luna und ich nicht mehr schlafen können. Er würde am liebsten sofort los segeln. Da ich noch auf ein gemütliches und ausgiebiges Frühstück an Deck bestehe, muss er sich leider noch eine Weile gedulden. Ach ja, in den Laden für Bootszubehör müssen wir auch noch kurz, um eine dänische Gastland-Flagge zu besorgen.

Stolz weht unsere neue dänische Gastlandflagge

Gegen Mittag ist es dann endlich soweit. Jetzt heißt es „Leinen los“ und auf in Richtung Ostsee!

Hafeninfos

Hafenmeisterhäuschen Marina Sonwik

Die Marina Sonwik ist ein sehr geschützter Hafen in der Flensburger Innenförde und etwa 2 km von der Innenstadt entfernt.

Sowohl die eleganten Wasserhäuser und die denkmalgeschützen Marinegebäude, als auch die bequem zu erreichenden Schwimmstege mit ca. 360 Liegeplätzen und einer Wassertiefe von bis zu 5 m, machen die Marina zu einer besonders schönen Hafenanlage.

Liegegeld: ab 15€ / Nacht (für unser 7-Meter Boot)

Ausstattung:
  • Sanitäranlagen mit Waschmaschinen
  • Wasser, Strom und Kabel­fernsehen am Steg
  • WLAN
  • Spielplatz
  • Brötchenservice
  • 24-Stunden-Tankstelle
  • Entleerung der Chemietoilette
  • Absauganlage Bilge
  • Gasflaschen-Tausch
  • Altölentsorgung
  • Kran
  • Motorenservice
  • Segelmacher, Schiffsausrüster
  • Parkplatz für PKW und Trailer, Winterlager
Position:

Breite: 54° 48,6′ N
Länge: 009° 27,2′ E

Ansteuerung:

Tag und Nacht problemlos. Von Norden kommend ab Tonne 15 SSE Kurs direkt zur Einfahrt.

Kontakt:

Yachthafen Marina Sonwik Fördepromenade 10
24944 Flensburg
E-Mail: info@sonwik.de
Telefon +49 461 177 2745

Blick auf die Wasserhäuser der Marina Sonwik von der Förde

Langballigau – Naturidylle an der Förde

Die große und die kleine dänische Ochseninsel in der Förde sind derzeit unbewohnt
Die Förde ist ein beliebtes Segelrevier. Hier finden regelmäßig Regatten statt

Bei herrlichem Sonnenschein und mäßigem Wind aus Westen segeln wir gemütlich durch die Flensburger Förde in Richtung Langballigau, unserem ersten Zwischenstopp auf unserem Törn durch die Dänische Südsee. Auf dem Wasser ist ganz schön viel los. Es finden mehrere Regatten statt und wir müssen ganz schön aufpassen, um den anderen Booten nicht in die Quere zu kommen.

Das Wasserflugzeug hat uns während unserer Überfahrt fast die ganze Zeit begleitet

Wir beobachten fasziniert ein kleines Wasserflugzeug, welches die ganze Zeit über uns hin- und herfliegt und zahlreiche Manöver fliegt.

Alles in allem ist es ein ruhiger und problemloser erster Segeltag durch die Förde. Wir genießen das traumhafte Wetter und das beruhigende Rauschen der Wellen in vollen Zügen und sind einfach nur glücklich.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 4 Knoten erreichen wir nach 4 Stunden unseren Zielhafen östlich von Flensburg.

Vor uns liegt der Heimathafen Langballigau

Wir finden schnell einen geeigneten Liegeplatz und marschieren nach dem Festmachen erstmal zum Hafenmeister, um unsere Liegeplatzgebühr zu bezahlen. Auch hier kostet uns die Nacht nur 15€. Den Zugangscode für die Sanitärräume erhalten wir mit der Quittung.

Perfekt für uns mit Hund: Liegeplatz mit Rasenanschluss
Glückliche Luna: Sie fühlt sich auf Rasen wohler, als auf einem Steg

Wie wunderschön es hier ist. Noch nie zuvor habe ich von diesem Ort gehört. Der Heimathafen Langballigau ist ein bezaubernder kleiner Hafen mit einer hübschen Promenade, wo auch das Häuschen des Hafenmeisters zu finden ist. Außerdem gibt es hier eine kleine Boutique, nette Restaurants, eine Fischbude und einen Crêpes-Stand.

Das Hafenmeisterhäuschen befindet sich mitten auf der Promenade
Die schöne kleine Promenade lädt zum Bummeln und Einkehren ein
Der Yachthafen grenzt direkt an die Promenade
Hausgebackene Crêpes und Waffeln sowie Frozen Yogurt mit leckeren Toppings

Das herrliche Wetter lockt die Menschen nach draußen. Auch wir finden ein nettes Plätzchen auf der Dachterrasse des Restaurants Fährhaus LA und beobachten von hier aus das bunten Treiben auf der Promenade und im Hafen.

Im Fährhaus LA kann man sich den ganzen Tag verwöhnen lassen. Morgens gibt es ein Seglerfrühstück, mittags und abends leckere Fischgerichte, zwischendurch knackige Fischbrötchen und nachmittags Kaffee und Kuchen

Zum Sonnenuntergang bestelle ich mir ein leckeres Fischbrötchen mit einem Glas Weißwein für 4,95€ – ein Spezial-Angebot des Restaurants. Stefan entscheidet sich für ein anderes Gericht aus der Karte. So genießen wir bei schmackhaftem Essen und kühlen Getränken von der Dachterrasse aus stundenlang die grandiose Fernsicht über die Förde bis hin nach Dänemark. Wir wollen gar nicht wieder aufstehen, dazu trägt auch der extrem freundliche und gut gelaunte Kellner bei. Motiviertes Servicepersonal trifft man derzeit leider nur noch selten, wie wir leider immer wieder feststellen müssen.

Der Hafen liegt eingebettet inmitten schöner Natur

In diesem malerischen Erholungs- und Luftkurort kommen bei uns direkt Urlaubsgefühle auf. Dass Langballigau mit dem Umweltpreis ausgezeichnet und zu einem der schönsten Orte Deutschlands ernannt wurde, wundert uns das nicht.

Neben dem familiären Hafen, locken ein feiner Sandstrand mit Strandkorbverleih, ein Hundestrand und Rasenflächen zum Toben, Ausruhen und Sonne tanken. Auf der kleinen Seebrücke kann man sehnsüchtig den Blick über die Ostsee schweifen lassen und Schiffe beobachten.

Seebrücke Langballigau
Langballigau ist einer der schönsten Orte Deutschlands

Hier in Langballigau haben wir uns sofort wohl gefühlt. Wir wären gerne noch ein paar Tage geblieben, um das idyllische Umland näher zu erkunden. Gerne hätten wir uns das Langballiger Museumsdorf angeschaut, das aus fünf Museumsgebäuden besteht, die über das Dorf verteilt sind. Auch die Windmühle „Fortuna“, die 1878 gebaut und in jüngerer Zeit wieder so hergerichtet wurde, dass sie funktionsfähig ist und in drei verschiedenen Mahlgängen mahlen kann, hätten wir zu gern besucht. Die Mühle gilt als eine besondere Sehenswürdigkeit der Region.

Aber wie es beim Segeln nun mal so ist, sind wir auf den Wind angewiesen. Und dieser weht erstmal nur noch morgen in die richtige Richtung.

Hafeninfos

Der familiäre Hafen bietet 220 Liegeplätze

In dem schönen Yacht- und Fischereihafen, mit einer Wassertiefe von 1,5 bis 3 Metern, finden mehr als 220 Boote, Kutter, Kähne und Yachten Platz. Hier verkauft der ein oder andere Fischkutter noch fangfrischen Fisch direkt am Hafen.

Einige Fischerboote bieten frischen Fisch direkt vom Kutter
In Langballigau ist das Seenotrettungsboot „ Werner Kuntze“ stationiert

An der Promenade gibt es ein kleines, gepflegtes Sanitärgebäude, in dem 3 abschließbare Kabinen mit Toilette, Dusche (kostet extra) und Waschbecken zur Verfügung stehen. Den Zugangs-Code gibt es beim Hafenmeister.

Liegegeld: ab 15€ / Nacht (für unser 7-Meter Boot)

Ausstattung:

  • Sanitäranlagen mit Waschmaschinen
  • Wasser und Strom am Steg
  • WLAN
  • Spielplatz
  • Brötchenservice
  • Entleerung der Chemietoilette
  • Kran und Slipanlage
  • Gasflaschen-Tausch
  • Segelmacher
  • Supermarkt
  • Fahrradverleih
  • Öffentliche Verkehrsmittel
  • Parkplatz für PKW

Position:

Breite: 54° 49,3′ N
Länge: 009° 39,2′ E

Ansteuerung:

Der Hafen kann mit Kurs 177° bei Tag und Nacht gefahrlos angesteuert werden. Nachts weisen Richtfeuer den Weg. Die Hafeneinfahrt neigt zur Versandung,


Kontakt:

im-jaich heimathafen Langballigau Strandweg 5
24977 Langballigau
E-Mail: langballigau@im-jaich.de http://www.im-jaich.de
Telefon +49 4636 976265

Als Nächstes segeln wir in die Geltinger Bucht nach Gelting. Von dort geht es dann endlich nach Dänemark.

Fortsetzung: Gelting

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